Kindertagesstätte St. Otto Ebersdorf

Konzeption

 

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Konzeption - ein Spiegelbild unserer Arbeit
2. Unser Kindergarten stellt sich vor
3. Profil unseres katholischen Kindergartens
4. Unser Team
5. Die Lebenssituation unserer Kinder und Eltern
6. Gesetzliche Bestimmungen
7. Ziele unserer pädagogischen Arbeit
8. Spielen und Lernen
9. Unser Tagesablauf in den unterschiedlichen Gruppen
10. Wie bereiten wir unsere Kinder besonders auf die Schule vor?
11. Wie gestalten wir unsere Übergänge?
12. Wir feiern die Feste, wie sie fallen
13. Die Elternarbeit
14. Qualitätssicherung
15. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen - Öffentlichkeitsarbeit
16. Was wir uns und unseren Kindern wünschen!
17. Fachbegriffe kurz erklärt!
18. Quellen

8. Spielen und Lernen

Was bedeutet das Spiel für unsere Kinder?

Das Spiel ist ein Grundbedürfnis unserer Kinder, es ist eine Form der Auseinandersetzung mit der Umwelt und ist als Einheit mit dem Lernen zu sehen.

Im Spiel ist das Kind mit allen seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten aktiv. Es muss sich konzentrieren, es handelt und beobachtet die Wirkungen seines Handelns, es entdeckt Zusammenhänge, es erfährt Eigenschaften der Dinge, es erlebt das Miteinander mit anderen Kindern und ist dadurch emotional und sozial gefordert. Kinder von null bis sechs Jahren sind nicht „belehrbar“, sondern lernen überwiegend aus der Erfahrung, die sie beim Spiel machen.

Sie lernen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten kennen und erweitern sie durch ständiges Ausprobieren und Wiederholen. Dafür benötigen sie genügend Raum, Zeit und ein vielfältiges Angebot an Materialen zur Erprobung verschiedenster Techniken. Auf diese Weise bilden sich Stärken und Schwächen, sowie bestimmte Vorlieben und Abneigungen heraus.

Alle Spielformen können als Einzel- oder Gemeinschaftspiele durchgeführt werden.
So lernen die Kinder mit sich selbst etwas anzufangen, aber auch mit Anderen zurechtzukommen. Sie finden ihren Platz in der Gruppe, lernen unterschiedlichste Formen des Sozialverhaltens kennen, welche sie für ihre weitere Entwicklung benötigen.

Ungestörtes Spiel ist nur möglich, wenn sich die Kinder wohl und entspannt fühlen. Es ist wichtig, dass die Kinder ihren Gruppenraum selbst mitgestalten dürfen. Die zur Verfügung stehenden Spielsachen sollen vielfältig sein und zum Spiel motivieren, die Kinder aber nicht überfordern. Dabei kommt der Aufteilung des Raumes in verschiedene Spielbereiche eine große Bedeutung zu.

  • In der Puppenecke werden familiäre Situationen oder Begebenheiten nachgespielt. Raum für freies Gestalten und Entfalten der Kreativität bietet die Bauecke. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich mit ihrem Bauprojekt auch über längere Zeit zu beschäftigen.
  • Zum Ausruhen oder Bilderbuch anschauen können sich die Kinder in die Kuschelecke zurückziehen, im Gegensatz dazu bietet die Bewegungsecke die Möglichkeit der körperlichen Betätigung.
  • In der Schmink- und Verkleidungsecke schlüpfen die Kinder in ganz unterschiedliche Rollen, was ihre Fantasie und Kreativität anregt.
  • Der Basteltisch lädt zum freien selbständigen Gestalten mit verschiedenen Materialien ein. Hier können sie schneiden, kleben, zeichnen, basteln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren und festigen.
  • Regel –und Konstruktionsspiele können die Kinder frei wählen und sich an einem Tisch im Gruppenraum gemeinsam mit Freunden beschäftigen.
  • In allen Garderobenbereichen steht den größeren Kindern eine Werkbank zur handwerklichen Betätigung zur Verfügung.

Im Garten gibt es verschiedene Bereiche, die es den Kindern ermöglichen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern und zu festigen. Freien Raum zur Bewegung bietet die Wiese hinter dem Haus und der Kletterturm mit Rutsche. Der Sandspielbereich mit Haus gibt den Kindern die Möglichkeit  kreativ tätig zu sein.

Im Rahmen der Verkehrserziehung bietet sich die Fahrzeugbahn an. Hier lernen die Kinder gemeinsam vereinbarte Regeln einzuhalten.

 

Freispielzeit

Im Vergleich zur Projektarbeit und angeleiteten Beschäftigung bleibt die Erzieherin beim Freispiel im Hintergrund, beobachtet die Kinder und greift nur ins Spiel ein, wenn es die Kinder wünschen oder es die Situation erfordert.

Während der Freispielzeit können die Kinder auch andere Gruppen besuchen und dort spielerisch tätig sein. Sie lernen andere Kinder kennen, es entstehen neue Freundschaften.

Wer uns besucht, sieht die Kinder auch in unserer großen Halle und in den Gängen. Wir geben ihnen die Möglichkeit, sich hier zum gemeinsamen Spielen und Bewegen zu treffen.

Am Nachmittag sind 2 Gruppen zum Spielen geöffnet. Dort finden sich die Kinder aus der Mäuse-, Bienen-, Schmetterlings- und Käfergruppe zusammen und nutzen die vielfältigen Spielmöglichkeiten.

Die Freispielzeit hat in unserer pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert. Spielen bedeutet altersgemäßes Lernen.

Wir wollen unseren Kindern diese Zeit für ihre Entwicklung geben.

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Projekte am Nachmittag

Es finden am Nachmittag weitere Projekte zu verschiedenen Themen statt. Die Eltern werden darüber informiert und können dann ihre Kinder anmelden.
Die Projekte sind für eine bestimmte Altersgruppe gedacht, die sich dann trifft, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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Die Bewegungsbaustelle

Ein wichtiger Bestandteil im Kindergartenjahr ist für jede Gruppe die Bewegungsbaustelle. Sie findet im Turnraum statt und geht über eine Woche.
Die Kinder bauen sich aus Turngeräten und mitgebrachten Decken, Kartons usw. Schiffe, Häuser, Höhlen, Tunnel und Autos. Sie lernen aktiv zu sein, erwerben Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Gegenständen und Material.
Soziale Beziehungen zwischen den Spielpartnern entwickeln sich.

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Der monatliche Waldtag und die Waldwoche

Weitere Bestandteile sind der Waldtag, er findet in den Gruppen an einem feststehenden Tag im Monat statt. Im Juni / Juli gehen zwei Gruppen gemeinsam für eine ganze Woche in den Wald.

Unser Kindergarten St. Otto liegt am Waldrand, dadurch ist es uns möglich regelmäßig mit den Kindern in den Wald zu gehen.

Mit unserem monatlichen Waldtag möchten wir die Kinder sensibel machen für die Schöpfung. Sie sollen die Werte und Feinheiten der Natur mit ihren Jahreszeiten erkennen und achten.

Ebenso möchten wir den Kindern die Vielfalt von Naturmaterial näher bringen.
Das Spielen in freier Natur bietet den Kindern viele Möglichkeiten:
    - aus Moos und Blättern ein Nest legen
    - aus großen Ästen  mit seinen Freunden ein Lager  bauen
    - mit der Lupe am Waldboden nach kleinen Tieren suchen und beobachten

Der Bewegungsdrang an diesem Tag ist grenzenlos und die Kinder leben ihn aus. Auch erfüllen wir an unserem Waldtag und der Waldwoche den Erziehungs- und Bildungsplan durch:

Naturwissenschaften beobachten und erforschen der Natur
Bewegung Körperkoordination
Umwelt mit natürlichen Ressourcen experimentieren
Gesundheit Freude an Bewegung an frischer Luft
Konfliktlösungen Aushandeln von Regeln
Soziale Beziehung Teamgeist
Sinneswahrnehmung riechen, fühlen, tasten, hören
Kreativität und Fantasie  

Der Waldtag und die Waldwoche ist für die Kinder eine Zeit zum Genießen. Gut ausgerüstet mit Gummistiefel und Matschhose gehen wir bei jedem Wetter in den Wald.

bild Waldwoche

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