Kindertagesstätte St. Otto Ebersdorf

Pädagogische Arbeit


Jahresschwerpunkt 2007/2008

Personale Kompetenzen

In der gesamten Bildungs- und Erziehungsarbeit steht das Kind im Mittelpunkt.

Unser Schwerpunkt ist es die personalen Kompetenzen jedes einzelnen Kindes zu stärken.

Das Kind soll sein eigenes "Ich" annehmen und kann sich somit in die Gemeinschaft einbringen. Das selbstbewusste Kind kann Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft bewältigen.

SELBSTWAHRNEHMUNG


1. Selbstwertgefühl

Unter Selbstwertgefühl versteht man, wie ein Mensch seine Eigenschaften und Fähigkeiten bewertet.

Ziele Methoden
Wir wollen, dass sich die Kinder zugehörig, geliebt, respektiert und geborgen fühlen. liebevolle, positive Atmosphäre schaffen: im Gruppenraum ; Personal (als vertraute Bezugsperson für das Kind ); die Kinder untereinander

Sicherheit geben und Vertrauen schaffen zum Kind und auch umgekehrt
Die Kinder sollen stolz sein, auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten, ihre Kultur und Herkunft. den Kindern ausreichend Gelegenheiten anbieten ihre Fähigkeiten zu erkennen
z.B.: in der Freispielzeit und bei angeleiteten Beschäftigungen ( schneiden, malen, turnen…); beim Lösen von Konflikten, beim Treffen von Absprachen… eigentlich im gesamten Tagesablauf, je nach Situation

Kontakte herstellen ( Beziehungen und Gespräche) zu den anderen Kindern und zum Personal

Persönliche Zuwendung zu jedem Kind (Begrüßung), erkennen, was das Kind in bestimmten Situationen braucht

Zeit nehmen für jedes Kind (zuhören)

durch Lob und Anerkennung bestärken

Wahlmöglichkeiten und Freiräume im Tagesablauf schaffen

Mitbestimmungsmöglichkeiten schaffen ( Kinderkonferenz, Absprachen im Morgenkreis…)
Wir wollen, dass das Kind erkennt, dass es Verursacher seiner eigenen Handlung ist – positiv und negativ

wir machen den Kindern deutlich, dass sie durch ihre eigenen Handlungen für das Gruppenklima mit verantwortlich sind: durch Gespräche in auftretenden Situationen, im Morgenkreis, in Kinderkonferenzen, durch Bilderbuchbetrachtungen…

im Freispiel Möglichkeiten zum Ausprobieren geben, sie begegnen Konflikten und können Lösungen ausprobieren, die Kinder haben die Möglichkeit Stärken und Schwächen auszuleben

2. Positive Selbstkonzepte

Das Selbstkonzept ist das Wissen über sich selbst.

Ziele Methoden
Das Kind soll positive Selbstkonzepte entwickeln.  
es soll ein positives Bild von seiner eigenen Leistungsfähigkeit entwickeln objektive Rückmeldungen geben für seine Leistungen
es soll die Fähigkeit erwerben mit anderen Personen kompetent zurecht zu kommen Vorbildfunktion
Kinder + Erzieher = Interaktion (Gesprächsaustausch)
es soll mit seinen eigenen Gefühlen in bestimmten Situationen zurecht kommen Das Kind darf seine Gefühle ausleben

Möglichkeiten bieten zur Bewältigung von Gefühlen, Rückzugsmöglichkeiten, Sonnenbänkchen
das Kind soll sein eigenes Aussehen akzeptieren Situationen schaffen und spontane Situationen aufgreifen, um Andersartigkeit zu erleben und anzuerkennen (Morgenkreis, Kinder-Konferenz)

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Motivationale Kompetenzen

1. Autonomie erleben

Menschen haben das Grundbedürfnis, selbst zu bestimmen, was sie tun und wie sie es tun wollen.

Ziele Methoden
Das Kind soll lernen seinen  altersgemäßen Entscheidungsspielraum  zu nutzen.

Das Kind soll lernen sich selbst einzuschätzen.
Das Kind erhält in der Einrichtung möglichst oft  die Gelegenheit, selbst zu entscheiden, was es tut, wie es dies tun möchte und mit wem.

Wir unterstützen das Kind in dem wir ihm viele Freiräume und Mitbestimmungsmöglichkeiten zu gestehen.

Freispielzeit

z.B. Basteltisch: Kinder entscheiden selbst wann sie basteln wollen, welches Material sie verwenden wollen.

Rollenspiele in den verschiedenen Ecken
( Nachspielen  von Lebenssituationen, Geschichten, Berufe…)

Bewegungsbaustelle

Waldtag und Waldwoche ( Kennenlernen und Spielen mit Naturmaterialien)

Spielplatz und Garten

Kinderkonferenzen

Offene Gruppen, Fahrzeughalle

Abschlusskreis am Freitag

Auswahl zum Thema und der Durchführung  der Gruppenprojekte.

2. Kompetenz erleben

Das Kind hat das Grundbedürfnis zu erfahren, dass es etwas kann.

Ziele Methoden
Das Kind soll lernen, Aufgaben in allen Bereichen selbständig zu lösen

Das Kind soll ganzheitlich seine Fähigkeiten wahrnehmen und umsetzen.

Das Kind soll lernen, Fehlverhalten zu erkennen.
Das Kind erhält Aufgaben in allen Bereichen, z.B. Puzzele, die es gut lösen kann, Bild malen,  zählen... - entwicklungsbedingt

Das Kind erhält Lob, Anerkennung und Ermutigung (Kind merkt, dass es fähig ist, etwas zu leisten).

Das Kind erfährt durch Beobachtung wie andere Kinder mit schwierigen Situationen umgehen und Lösungen finden. Wir unterstützen das Kind, in dem wir Vorschläge anbieten, die das Kind ermutigen selbst die Situation zu bewältigen.

Wir geben selbst zu, einen Fehler gemacht zu haben (Vorbildfunktion).

3. Selbstregulation

Verhalten selbst beobachten, selbst bewerten und einschätzen.

Ziele Methoden
Das Kind soll lernen, seine Gefühle auszudrücken, zu kontrollieren, und einzuschätzen (Wut, Angst , Ärger).

Das Kind soll sein Verhalten planen, beobachten und steuern können.
Wir geben dem Kind im gesamten Tagesablauf die Möglichkeit, Gespräche zu führen, „laut zu denken“, von sich selbst zu erzählen (z. B. im Stuhlkreis, Morgenkreis, Abschlusskreis am Freitag,...)

Wir vermitteln dem Kind, sein Verhalten zu bewerten („das hast du gut gemacht“, „das kannst du besser“,...) Beim spielen in den Ecken und während der Freispielzeit kann das Kind seine Fähigkeiten ausprobieren, am Basteltisch seien Fertigkeiten anwenden .Im Wald und auf dem Spielplatz kann es seine körperlichen Grenzen erfahren.-, Kinderkonferenz,...

Regeln aufstellen und einhalten lernen

4. Selbstwirksamkeit

Zuversicht und voller Selbstvertrauen.

Ziele Methoden
Das Kind soll selbstbewusster werden, soll Selbstvertrauen bekommen.

Das Kind soll schwierige Aufgaben und Lebenssituationen aufgrund eigener Fähigkeiten lösen.

Das Kind soll durch eigene Überzeugung Aufgaben lösen können.

Das Kind soll sich durch Sprache ausdrücken können. Es soll Dinge benennen und Abläufe mit eigenen Worten beschreiben lernen..

Wir geben dem Kind die Möglichkeit, dass es selbst Erfahrungen sammeln kann, schafft was es sich vorgenommen hat.

Z.B. Konflikte selbst lösen.

Wir stellen Regeln auf, die eingehalten werden müssen,

Wir besprechen mit den Kindern, was gut war und was wir besser machen wollen.

Anerkennung, Lob, Bestätigung – wenn  das Kind etwas geschafft hat.

Vertrauen dem Kind  entgegenbringen, „das schaffst du schon“.

Ermutigung, "das hast du prima gemacht"

Ermutigen das Kind , die Aufgabe bis zum Ende durchzuführen, z.B. ein Gesellschaftsspiel oder Puzzle.

Kinderkonferenz

Stuhlkreis( freies Sprechen üben)

Geschichten nacherzählen, Reime, Gebete, Morgenkreis, Fingerspiele.

Alltagsgespräche (wie geht es dir heute?), Rollenspiele

Regeln einhalten lernen und neu besprechen und überdenken.

5. Neugier und individuelle Interessen

Das Kind ist allem Neuen gegenüber aufgeschlossen.

Ziele Methoden
Das Kind soll offen für alles Neue sein und eine Beziehung dazu aufbauen.

Das Kind soll lernen, Vorlieben beim Spiel und bei Beschäftigungen zu entwickeln und seiner Entwicklung entsprechend umzusetzen.
Wir geben dem Kind die Möglichkeit unterschiedliche Materialien kennen zu lernen und auszuprobieren. Z. B . kneten, töpfern, kleistern, gestalten mit Fingerfarbe.

Wir ermöglichen offene Gruppen.

Wir gehen mit den Kindern einkaufen, z. B. für den Kuscheltiertag

Wir machen Exkursionen mit den Kindern.

Wir bieten gruppenübergreifende Projekte an z.B. Zahlenland, Streichelwiese, Tanzalarm, Bilderbücher neu entdecken, Experimente, usw. Wir führen sie an Medien heran (z.B. Computerprojekt, erkunden, ob es andere Computer gibt (z.B. Geldautomat), führen Interviews, lernen den richtigen Umgang mit dem Mikrophon (z.B. beim Frühlingsfest), und dem Kassettenrecorder, Einsatz von Büchern, Filmen,....

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Kognitive Kompetenz

1. Differenzierte Wahrnehmung

Ziele Methoden
Wir wollen die Wahrnehmung stärken, indem wir alle Sinne einbeziehen und schärfen
Wir bieten den Kindern Möglichkeiten an, mit allen Sinnen etwas zu tun:

HÖREN
-    Reagieren auf Signale, z.b. Glocke zum Aufräumen, „Feuer, Wasser – Luft“
-    „ Hören – Lauschen – Lernen“
-    Reime
-    Fingerspiele
-    Geräusche erkennen und benennen
-    Spiele zur Wahrnehmung im Raum, z.b. „Wo tickt der Wecker?“, „Bello“ u. a.
-    Rhythmik
-    Geräuschmemory
-    Alltagsgeräusche aufnehmen und erkennen lassen.
-    „Stille Post“
-    Singen Musizieren mit Orffinstrumenten
-    Projekt  „Musik-Garten“
-    Topf schlagen
-    Projekt   „Spielen mit Musik“

SEHEN
-    Memory
-    Farbspiele
-    Würfelspiele
-    Bilderbücher
-    Differix (Schau genau“) S
-    Schuhsalat
-    Zuordnungsspiele (Suche alle Dreiecke o. ä.)
-    Ordnen nach Größe und Aussehen

TASTEN und FÜHLEN
-    „Verfühl noch mal“
-    Tastweg
-    Gegenstände ertasten (z.b. Kett, Fühlsack) Personen ertasten und erkennen „Tastmemory“
-    Übungen zu Gewicht und Temperatur
-    Projekt  „Streichelwiese“

SCHMECKEN und RIECHEN
-    „Wie schmeckt das?“ Unterscheiden von süß – sauer – salzig – bitter – scharf“
-    Projekt;  „Schmeckt nicht – gibt’s fast nicht“
-    Mit Düften experimentieren
-    Gewürzbeet
-    Duftmemory

Die Kinder wenden aufgefordert zu beschreiben, was sie beobachtet, befühlt oder ertastet haben.

Die einzelnen Wahrnehmungsbereiche werden oft gleichzeitig angesprochen und können nicht isoliert gesehen werden..

2. Denkfähigkeit

Das Kind im Krippen- und Kindergartenalter haben eine noch eingeschränkte Denkweise.
Das Ich steht im Vordergrund.

Ziele Methoden
Unser Ziel ist es, die Denkfähigkeit des Kindes zu erweitern.
Wir geben den Kindern die Möglichkeit, vielfältige Erfahrungen mit der Umwelt zu machen. Das „Erlebte“ steht hierbei immer an erster Stelle, denn durch eigene positive wie negative Erfahrungen wird die Denkfähigkeit der Kinder gesteigert.

• Alltagsgeschehen- Selbstausprobieren und Konsequenzen erleben lassen, z.B. einschenken von Tee, Umgang mit Geschirr, Wasser, Scheren, Kleber...

• Erfahrungen im Spielgeschehen – Umgang mit anderen (Wenn ich jemanden ärgere, lässt er mich nicht mitspielen)

• Das Kind wird von den Erzieherinnen durch konkrete und gezielte Angebote dazu angeregt, ihre Denkfähigkeit zu vertiefen, z.B. Wir malen uns selbst – vorher schauen wir uns genau an, berühren und benennen unsere Körperteile evtl. Auch Lied: „Wir haben einen Kopf...“

• Das Kind  wird angeregt seine Vermutungen über das (voraussichtliche) Verhalten von Dingen oder Personen zu äußern z.B:
- Geschichten mit „offenen Ende“ erzählen
- Experimentieren
- Umgang mit anderen („was geschieht, wenn ich anderen etwas wegnehme, jemand nahe komme)


3. Gedächtnis

Das Kind im Vorschulalter besitzt noch keine ausgeprägte Reproduktionsfähigkeit (Fähigkeit, Erlebnisse und Erfahrungen auf gleiche oder ähnliche Situationen zu übertragen).

Ziele Methoden
Wir stärken diese Fähigkeiten
Gedächtnisschulung durch geeignete Spiele, z.B. Memory, Zahlenland, „was fehlt im Kreis“ und andere Kimspiele, „Hören, Lauschen, Lernen“, Geschichten nacherzählen lassen, Tages- und Wochenrückblick, Kinderkonferenz, Reflexion von Tätigkeiten und Themen.

4. Problemlösefähigkeit

Ziele Methoden
Wir wollen dem Kind die Möglichkeit geben, alternative Losungen für Probleme zu finden und diese selbst anzuwenden
Wir nehmen dem Kind die Probleme nicht ab, sondern ermuntern es, diese selbstständig zu lösen. Wir lassen Fehler zu und lernen daraus. Fehler sind wichtige Schritte zur Problemlösung.

Wir nehmen das Kind ernst und unterstützen es bei der Umsetzung seiner Ideen. Raum hierfür bietet z.B. die „Kinderkonferenz“

5. Phantasie und Kreativität

Kreativität zeigt sich durch originellen Ausdruck im motorischen, sprachlichen, musikalischen und gestalterischen Bereich.

Ziele Methoden
Wir geben dem Kind Zeit und Raum seine Kreativität und Phantasie auszuleben.
Ausprobieren von Materialen z.B. am Basteltisch in der Freispielzeit, an der Werkband, im Sandkasten.

In der Puppenecke kann das Kind seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Freie Bewegung in der Bewegungsbaustelle

Genügend Raum und Zeit, um bei angeleiteten

Beschäftigungen sich und Materialien auszuprobieren

Waldwoche

Reime erfinden lassen,  phantasievolle Geschichten erzählen lassen, nach eigenen Vorstellungen malen lassen, selbst Melodien erfinden lassen, auf Musikinstrumente spielen und sich zu Musik bewegen lassen.

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Physische Kompetenz

1. Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden

Ziele Methoden
Das Kind soll lernen grundlegende Hygienemaßnahmen selbständig auszuführen.
Rituale: hygienische Maßnahmen im Tageslauf (Hände waschen…).
Wir vermitteln dem Kind Wissen über gesunde und ausgewogenen Ernährung und wollen bei ihm eine positive Einstellung dazu entwickeln. Gesundes Frühstück, gemeinsames Kochen, „Die kleine Lok“, den Jahreszeiten entsprechendes Obst + Gemüse kennenlernen.

2. Grob- und feinmotorische Kompetenzen

Ziele Methoden
Wir wollen das Kind körperlich fit machen, es soll lernen seinen Körper zu beherrschen und Geschicklichkeit entwickeln. Bewegungsmöglichkeiten geben (angeleitete Turnbeschäftigungen, Bewegungsbaustelle, freie Bewegung im Gang und Fahrzeughalle, Waldtag u. Waldwoche, täglicher Aufenthalt im Garten…
Das Kind soll seine feinmotorischen Fertigkeiten festigen und weiterentwickeln. Durch schneiden, kleben, malen, pinseln, kneten, matschen, kleistern, knüllen, reißen…..in der Freispielzeit am Basteltisch oder in angeleiteten Beschäftigungen;
Beim Spielen mit Instrumenten, bei Rhythmikbeschäftigungen…

3. Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung

Ziele Methoden
Wir wollen dem Kind lernen seinen Körper zu regulieren, d.h. Wechsel von Anspannung und Entspannung (Ausdauer + Konzentration)

Wir wollen dem Kind lernen, seine eigenen körperlichen Grenzen einzuschätzen.
Wir bieten Ruhephasen und Entspannungs-Möglichkeiten an (Bilderbuch, Rhythmik…)

   Die einzelnen Kompetenzen kommen in allen Bildungs- und Erziehungsbereichen zum tragen.   

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